Stalingrad Podcast
Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/
Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/
Episodes

5 days ago
5 days ago
Während der Holocaust an den europäischen Juden heute zentraler Teil unserer Erinnerungskultur ist, blieben andere Opfergruppen des Nationalsozialismus jahrzehntelang im Schatten. Diese Folge widmet sich dem systematischen Völkermord an den Sinti und Roma – einem Verbrechen, das 500.000 Menschen das Leben kostete.
Wir beleuchten die Hintergründe der rassistischen Verfolgung, von Massakern in besetzten Gebieten bis hin zur Deportation in Vernichtungslager. Dabei stellen wir die unbequeme Frage: Warum mussten Überlebende teilweise Generationen lang um Anerkennung und Wiedergutmachung kämpfen?
Der Podcast analysiert, wie tief verwurzelte Stereotypen und Vorurteile die juristische Aufarbeitung nach 1945 verhinderten und warum eine lückenlose Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der Geschichte bis heute notwendig ist. Eine Folge über rassistische Ausgrenzung, das Leid einer oft übersehenen Minderheit und die Pflicht zur genauen Erinnerung.

Friday Mar 13, 2026
Friday Mar 13, 2026
Was passiert, wenn Karriereorientierung auf eine mörderische Ideologie trifft? Joachim Peiper war kein monströser Ausnahmefall, sondern ein reibungslos funktionierender Teil der NS-Gewaltmaschine.
Dieser Podcast nähert sich Peiper ohne falsche Neugier oder den Versuch der Entlastung. Stattdessen stellen wir die unbequeme Frage nach der Verantwortung: Wie wird Gewalt organisiert? Wie wird Verantwortung unsichtbar gemacht?
Begleiten Sie uns bei einer genauen Analyse eines Täters, dessen größte Gefahr in seiner „Normalität“ lag. Ein Blick auf die Geschichte, der nicht bei der Empörung stehen bleibt, sondern dort beginnt, wo das Schweigen der Akten endet.

Friday Mar 06, 2026
Friday Mar 06, 2026
Wie prägte der Nationalsozialismus den Alltag von Kindern – jenseits von Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel? In dieser Folge beleuchten wir die systematische ideologische Durchdringung des Kinderlebens: von der Erziehung im Elternhaus über Spielzeug und Bücher bis hin zur Rolle von Schule und Bildung. Schon im frühesten Alter wurden Kinder gezielt auf die Werte des Regimes „vorprogrammiert“ – mit weitreichenden Folgen.
Wir sprechen über die „Schwarze Pädagogik“ und Erziehungsratgeber wie „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von Johanna Haarer, die emotionale Kälte und bedingungslosen Gehorsam propagierten. Wie wurden Spielzeuge und Kinderbücher zu Werkzeugen der Propaganda? Und welche Rolle spielten Schulen, in denen kritisches Denken zugunsten von körperlicher Ertüchtigung und ideologischer Schulung zurückgedrängt wurde?
Außerdem fragen wir: Wie wirken diese Traumata bis heute nach? Die Forschung zum transgenerationalen Trauma zeigt, dass die Folgen der NS-Erziehung nicht mit dem Krieg endeten, sondern sich tief in die Nachkriegsgesellschaft eingruben.
Eine Folge über Manipulation, Macht und die Spuren, die bis in die Gegenwart reichen.

Friday Feb 27, 2026
Friday Feb 27, 2026
Es gibt Bücher, die nicht durch literarische Eleganz oder wissenschaftliche Präzision bestechen, sondern durch die beklemmende Nähe, aus der heraus sie sprechen. „Gespräche mit Hitler“ von Hermann Rauschning, 1939 veröffentlicht, ist ein solches Werk. Es erhebt keinen Anspruch auf historische Vollständigkeit oder archivalische Beweiskraft – und doch fasziniert und verstört es bis heute.
Rauschning, ehemaliger politischer Mitstreiter Hitlers, behauptet, den Diktator nicht nur beobachtet, sondern in privaten Gesprächen erlebt zu haben. Sein Buch ist kein klassisches Geschichtswerk, sondern ein intimes Zeugnis – ein Versuch, das Denken eines der zerstörerischsten Menschen des 20. Jahrhunderts jenseits von Propaganda und öffentlicher Inszenierung zu verstehen. Doch genau diese Nähe wirft Fragen auf: Was bedeutet es, Hitler zuzuhören? Wo liegt die Grenze zwischen historischem Dokument und der Gefahr, das Böse durch bloße Reproduktion zu normalisieren?
In dieser Podcast-Folge beleuchten wir Rauschnings Werk als kulturelles Dokument einer Zeit, in der die Gewaltbereitschaft des NS-Regimes bereits sichtbar war, ihre volle Dimension aber noch nicht absehbar. Wir fragen: Wie entsteht das Bild eines radikalisierten Ideologen, der Zerstörung nicht als Mittel, sondern als Ziel begreift? Und was sagt uns das über die Verantwortung des Zuhörers – damals wie heute?
Ein Podcast über die Macht der Worte, die Spannung zwischen Nähe und Distanz, und die ethische Herausforderung, die jedes Zeugnis über das Böse an uns stellt.

Friday Feb 20, 2026
Friday Feb 20, 2026
Warum noch ein Roman über den Zweiten Weltkrieg? Christoph Fromm, Autor des am 5. März erscheinenden Werks „Hitler – Prophet der Finsternis“, spricht im Podcast über diese Frage. Wie nähert man sich einer Figur wie Adolf Hitler literarisch an, ohne zu verharmlosen oder ins Klischee abzurutschen? Fromm erzählt, was ihn dazu bewegt hat, den Diktator nicht nur als Politiker, sondern auch als Mystiker und Esoteriker zu porträtieren – eine Perspektive, die Literatur und Geschichtswissenschaft bisher kaum beleuchtet haben.
Im Gespräch geht es um historische Authentizität und die Balance zwischen Fiktion und Realität: Wie schafft man es, fiktive Charaktere so in das reale Geschehen einzubetten, dass sie glaubwürdig wirken? Warum rückt ausgerechnet die Figur des Darda ins Zentrum des Romans, und welche Rolle spielt die jüdische Überlebende Lena Jost im Gefüge der Handlung? Fromm erklärt, wie die ungewöhnliche Form seines Romans entstanden ist und welche literarischen Vorbilder – von Kafka bis zur Gegenwart – ihn inspiriert haben.
Doch der Roman wirft auch drängende Fragen auf: Darf Literatur heute noch schonungslos sein? Wie gehen wir heute mit der NS-Vergangenheit um, und welche Botschaften soll ein Buch wie dieses bei den Leser:innen hinterlassen? Ein tiefgründiges, kontroverses und vor allem sehr persönliches Gespräch über die Macht der Literatur, die Verantwortung von Autor:innen und die ewige Aktualität der Geschichte.

Friday Feb 13, 2026
Friday Feb 13, 2026
Sein oder Nichtsein erzählt von Schauspielern, Verkleidungen und wechselnden Identitäten. Von Menschen, die gezwungen sind, Rollen anzunehmen, um zu überleben. Der Film bewegt sich konsequent im Spannungsfeld zwischen Farce und Ernst: Er macht die Täter lächerlich, ohne das Grauen auszublenden, und stellt seinem Publikum eine bis heute unbequeme Frage – darf man über Nazis lachen, und warum könnte dieses Lachen sogar notwendig sein?
Der Humor in Lubitschs Film ist dabei alles andere als harmlos. Er wirkt nicht befreiend, sondern wie ein präzises, scharf geschliffenes Werkzeug. Rhythmus, Timing und Andeutung spielen eine zentrale Rolle; oft ist das Ungesagte ebenso bedeutend wie das offen Ausgesprochene. Gerade diese Zurückhaltung verleiht dem Film seine politische Schärfe.
Diese Episode blickt auf Sein oder Nichtsein nicht nur als Kriegskomödie, sondern als Film über Identität als Spiel, über Macht als Inszenierung und über die Frage, wie Kunst auf politische Extreme reagieren kann. Besonders eindrücklich ist dabei der historische Kontext: Lubitsch stellt seine provokante Frage nicht aus sicherer Distanz, sondern mitten im Zweiten Weltkrieg – zu einem Zeitpunkt, als Verfolgung, Deportation und Gewalt längst Realität waren.
Das Lachen, das der Film erzeugt, bleibt daher fragil. Es entsteht aus Spannung und Bedrohung und trägt stets die Möglichkeit des Umschlags in sich. Genau darin liegt die Provokation von Sein oder Nichtsein: Der Film fordert dazu auf, Humor nicht als Flucht zu begreifen, sondern als bewusste Haltung – und das eigene Lachen auf seine politische Bedeutung hin zu befragen.

Friday Feb 06, 2026
Friday Feb 06, 2026
Charlie Chaplin zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Für ihn war Komik niemals bloße Unterhaltung oder Flucht aus der Realität, sondern ein Mittel, die Absurdität, Brutalität und Ungerechtigkeit der Welt sichtbar zu machen – und sie zugleich erträglich zu halten. Lachen bedeutete für Chaplin keine Verharmlosung, sondern konnte entlarven, bloßstellen und Machtstrukturen erschüttern.
Besonders deutlich wird diese Haltung in den 1930er- und frühen 1940er-Jahren. Während Chaplin in Hollywood zu einer globalen Ikone wurde, stieg in Deutschland Adolf Hitler zur Macht auf – ein Mann, dessen äußere Erscheinung und Gestik eine irritierende Nähe zu Chaplins berühmter Leinwandfigur aufwiesen. Was zunächst Anlass für Spott und Karikaturen bot, entwickelte sich mit dem Fortschreiten der Geschichte zu einer beunruhigenden Konstellation.
Beide waren Produkte derselben Epoche, einer Zeit, in der Film, Fotografie und Massenmedien begannen, politische Realität zu formen. Beide verstanden die Macht von Bildern, Gesten und Inszenierung – doch sie nutzten sie für gegensätzliche Zwecke. Während Chaplin das Lachen zur Humanisierung einsetzte und den Einzelnen sichtbar machte, nutzte Hitler Inszenierung zur Entmenschlichung und zur Mobilisierung von Hass und Gewalt.
Diese Episode erzählt keine bloße historische Kuriosität, sondern stellt eine grundlegende Frage: Welche Verantwortung trägt Kunst in Zeiten politischer Extreme? Und kann Satire dem absolut Bösen etwas entgegensetzen – oder stößt sie an ihre Grenzen?

Friday Jan 30, 2026
Folge 300: Der Künstler als Krieger – Yukio Mishimas ästhetischer Fanatismus
Friday Jan 30, 2026
Friday Jan 30, 2026
Yukio Mishima gehört zu den schillerndsten und zugleich widersprüchlichsten Figuren der japanischen Nachkriegszeit. Als literarisches Ausnahmetalent schuf er Werke von großer sprachlicher Schönheit, während er sich zugleich als radikaler Nationalist öffentlich inszenierte – bis hin zu einem Tod, der sein Bild bis heute prägt. Sein Leben war geprägt von einer permanenten Spannung zwischen Kunst und Tat, zwischen ästhetischer Vorstellungskraft und politischem Handeln. Von frühen Erfolgen als Schriftsteller über eine nahezu obsessive Beschäftigung mit Körperdisziplin bis hin zu seinem ritualisierten Selbstmord nach einem gescheiterten Putschversuch folgte Mishima unbeirrbar seiner Idee einer Einheit von Geist, Körper und Nation.
Diese Folge zeichnet das Porträt eines Künstlers nach, der Literatur und Leben bewusst miteinander verschmolz – und in seinem Tod den letzten, radikalen Ausdruck seiner Ästhetik sah.

Friday Jan 23, 2026
Folge 299: Unternehmen Merkur – Die blutige Eroberung Kretas 1941
Friday Jan 23, 2026
Friday Jan 23, 2026
Am frühen Morgen des 20. Mai 1941 zog sich ein dunkler Schleier über den Himmel Kretas. In dichten Formationen erschienen hunderte deutsche Transportmaschinen, aus denen tausende Fallschirmjäger absprangen und unmittelbar in das Abwehrfeuer der alliierten Verteidiger gerieten. Die folgenden Ereignisse entwickelten sich zu einer der verlustreichsten und zugleich bedeutendsten Luftlandeoperationen des Zweiten Weltkriegs. Erstmals versuchte man, eine strategisch entscheidende Insel nahezu ausschließlich mithilfe von Luftlandetruppen einzunehmen – ein Unternehmen von enormem Wagnis und mit verheerenden Verlusten.
In dieser Episode beleuchten wir das Unternehmen „Merkur“ im Detail: die strategische Rolle Kretas, die Planung sowie Ausbildung der deutschen Fallschirmjäger und den entschlossenen Widerstand der alliierten Streitkräfte ebenso wie der kretischen Zivilbevölkerung.

Friday Jan 16, 2026
Friday Jan 16, 2026
Der Winterkrieg von 1939 bis 1940 gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele für den Widerstand eines kleinen Staates gegen eine militärisch weit überlegene Großmacht. Finnland befand sich zu Beginn des Konflikts in einer geopolitisch nahezu aussichtslosen Lage: politisch isoliert, materiell schlecht ausgestattet und ohne verlässliche Unterstützung durch andere Mächte. Dennoch gelang es dem Land, den Vormarsch der Roten Armee über Monate hinweg zu verzögern und dem Angreifer empfindliche Verluste zuzufügen.
Eine zentrale Rolle spielte dabei die Verteidigungsstellung auf der Karelischen Landenge, die später als Mannerheim-Linie bekannt wurde. Obwohl sie militärisch weit weniger stark ausgebaut war, als es ihr legendärer Ruf vermuten lässt, entwickelte sie sich zu einem Sinnbild finnischer Entschlossenheit und Widerstandskraft. Zugleich offenbarte der Verlauf des Krieges, wie eng politische, militärische und gesellschaftliche Faktoren miteinander verflochten sind. Der Winterkrieg verdeutlicht die Komplexität des Zusammenspiels von militärischer Abwehr, internationaler Diplomatie und innerer Stabilität – und mahnt, historische Erfahrungen nicht vorschnell oder unreflektiert auf gegenwärtige Konflikte zu übertragen.



