Stalingrad Podcast
Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/
Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/
Episodes

46 minutes ago
Folge 335: Guernica
46 minutes ago
46 minutes ago
30 min
In dieser Folge unseres Podcasts widmen wir uns einem der tragischsten und folgenschwersten Ereignisse des Spanischen Bürgerkriegs: dem verheerenden Bombenangriff auf die baskische Kleinstadt Guernica am 26. April 1937. Was als gezielter militärischer Schlag begann, wurde rasch zu einem weltweiten Symbol für die Brutalität des modernen Krieges und den Schrecken eines neuartigen Flächenbombardements auf die Zivilbevölkerung.
Wir tauchen tiefer in die historischen Hintergründe ein und beleuchten, wie aus dem gescheiterten Militärputsch gegen die Segunda República im Jahr 1936 ein erbitterter Bürgerkrieg erwuchs. Dabei werfen wir ein besonderes Schlaglicht auf die Rolle des nationalsozialistischen Deutschlands und die gefürchtete Legion Condor. Unter dem Deckmantel militärischer Unterstützung für General Francisco Franco nutzte das NS-Regime den Konflikt auf der Iberischen Halbinsel gezielt als Testgelände, um neuartige Luftkriegstaktiken, Sturzflugbomber und Waffen unter realen Bedingungen zu erproben.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf der besonderen symbolischen Bedeutung Guernicas. Die Stadt galt seit dem Mittelalter als Herzstück baskischer Freiheit, Demokratie und Selbstverwaltung, versinnbildlicht durch die historische Eiche und das Versammlungshaus Casa Foral. Wir rekonstruieren die dramatischen Geschehnisse jenes verhängnisvollen Markttags, als deutsche und italienische Staffeln in mehreren Angriffswellen systematisch Terror aus der Luft säten, hunderte Zivilisten töten und das Stadtzentrum in Schutt und Asche legten.
Abschließend beleuchten wir die Nachwirkungen des Angriffs: Wie das Franco-Regime verzweifelt versuchte, die Schuld auf die eigenen Opfer abzuwälzen, und wie Pablo Picasso durch sein weltberühmtes Meisterwerk Guernica das Verbrechen auf der Pariser Weltausstellung unsterblich machte. Ein bewegender Blick auf ein dunkles Kapitel der Geschichte, das bereits den Schatten des kommenden Zweiten Weltkriegs vorauswarf und bis heute als eindringlichste Mahnung für den Frieden fortwirkt.
46 minutes ago
30 min

Sep 25, 2026
Folge 334: Nachkriegskinder
Sep 25, 2026
Sep 25, 2026
25 min
„Auf einmal ist es still. Der Bombenlärm verstummt und man hört wieder Vögel zwitschern.“ Mit diesen eindringlichen Worten beschrieb die Schriftstellerin Christa Wolf den Moment des Friedens 1945. Doch für die sogenannten Nachkriegskinder – die Generation der Jahrgänge zwischen 1935 und 1955 – bedeutete das Ende des Zweiten Weltkriegs keineswegs den sofortigen Einzug von Unbeschwertheit. Sie wuchsen in einer Gesellschaft auf, die zutiefst von Zerstörung, Verlust und Kriegstraumata geprägt war.
In dieser Podcastfolge tauchen wir tief in die bewegende Lebensrealität dieser Generation ein. Wir beleuchten ihren Alltag zwischen Trümmerlandschaften, Hunger und Flucht sowie die Situation in den Familien. Viele Kinder wuchsen ohne Väter auf oder erlebten Heimkehrer, die körperlich und seelisch gezeichnet waren. Um zu überleben, mussten viele Kinder schon früh Verantwortung wie Erwachsene übernehmen, während auf den Straßen und Ruinen von Großstädten wie Berlin oder Köln Schwarzmarktgruppen, „Wolfskinder“ und jugendliche Gruppen wie die Edelweißpiraten oder die Swingjugend entstanden.
Zudem vergleichen wir das Aufwachsen in den beiden deutschen Staaten: Während im Westen der wirtschaftliche Wiederaufbau, das Wirtschaftswunder und individueller Konsum im Vordergrund standen, prägten im Osten Kollektivgedanke, Kinderkrippen und die staatliche Einbindung bei den Pionieren den Alltag. Bei beiden herrschte jedoch oft das „große Schweigen“ über die NS-Vergangenheit und eigene Schuldfragen.
Am Beispiel von drei prägenden Persönlichkeiten – Christa Wolf, Ruth Klüger und Marcel Reich-Ranicki – zeigen wir, wie Betroffene und Überlebende versuchten, das Erlebte literarisch und kritisch zu verarbeiten. Abschließend blicken wir auf die langfristigen psychologischen Spätfolgen wie Verlustängste und Leistungsdruck, die bis heute in Familiengeschichten und über Generationen hinweg nachwirken. Eine emotionale und historische Spurensuche nach den Prägungen einer ganzen Generation.
Sep 25, 2026
25 min

Sep 18, 2026
Sep 18, 2026
25 min
In dieser Folge tauchen wir tief ein in die packende und hochgradig ambivalente Biografie eines Mannes, dessen Name wie kaum ein anderer für das Spannungsfeld zwischen medizinischem Genie und moralischer Verstrickung steht: Ferdinand Sauerbruch. Wir beleuchten wir das Leben des weltberühmten Chirurgen der Berliner Charité. Einerseits gilt er als unumstrittener Pionier, der mit der Erfindung der Unterdruckkammer die moderne Brustraumchirurgie begründete und durch den legendären „Sauerbruch-Arm“ das Leben tausender Kriegsversehrter revolutionierte. Andererseits offenbart sein Wirken im Dritten Reich tiefe Schatten: Als Nationalpreisträger, Generalarzt und medizinischer Fachgutachter im Reichsforschungsrat bewegte er sich in den obersten Machtzirkeln des NS-Regimes, tolerierte die Ausgrenzung jüdischer Kollegen und schwieg nachweislich zu grausamen Menschenversuchen in den Konzentrationslagern. Wir hinterfragen in dieser Episode kritisch den popkulturellen Mythos des unpolitischen „Halbgottes in Weiß“ und zeigen, wie stark Nachkriegserzählungen seine Anpassung und die tragischen, von Demenz gezeichneten Spätjahre beschönigt haben. Eine faszinierende Analyse über die schmale Linie zwischen medizinischer Koryphäe und politischer Mitläuferschaft, die zum Nachdenken über die Verantwortung der Wissenschaft anregt.
Sep 18, 2026
25 min

Sep 11, 2026
Sep 11, 2026
39 min
In dieser Folge richten wir den Blick auf einen der kraftvollsten Chronisten des amerikanischen Traums und seiner Kehrseite: John Steinbeck. Aufgewachsen im ländlichen Kalifornien, entwickelte der Literaturnobelpreisträger schon früh ein tiefes Gespür für das harte Schicksal der einfachen Leute und der entwurzelten Wanderarbeiter. Seine Meisterwerke entstanden in einer Epoche extremer Gegensätze: Während in den USA Wirtschaftskrisen und die verheerende Dürrekatastrophe des Dust Bowls Millionen Menschen in existentielle Not stürzten, formierten sich in Europa totalitäre Systeme und brutale Kontrollapparate wie die Schutzstaffel. Wir beleuchten dieses historische Spannungsfeld und zeigen auf, wie Steinbeck inmitten dieser dunklen Zeiten der um sich greifenden Entmenschlichung ein unerschütterliches Denkmal der Empathie entgegensetzte.
Im Zentrum der Episode stehen seine zeitlosen Romane wie „Früchte des Zorns“ und „Von Mäusen und Menschen“. Wir besprechen, wie Figuren wie die Familie Joad oder George und Lennie zu universellen Symbolen für das unermüdliche Ringen um Würde, Solidarität und Hoffnung wurden. Dabei gehen wir der Frage nach, warum Steinbecks Texte weit mehr als reine Unterhaltung sind: Sie machen komplexe gesellschaftliche Missstände durch das Prisma des Einzelschicksals greifbar. Auch seine literarische Arbeit in der Nachkriegszeit zeigt, wie tief er die langfristigen Spuren von Krisen reflektierte. Eine berührende Folge über die Kraft der Literatur als moralischer Kompass, die uns gerade heute darin erinnert, dass Mitgefühl und kritisches Denken das Fundament einer gerechten Gesellschaft bilden.
Sep 11, 2026
39 min

Sep 4, 2026
Sep 4, 2026
27 min
In dieser Folge widmen wir uns einem der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit: Heinar Kipphardt. Ausgehend von seinem fesselnden Erzählband „Die Tugend der Kannibalen“ tauchen wir tief in das Leben und Schaffen eines Autors ein, dessen Werk zu den eindringlichsten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus zählt. Kipphardt, der selbst als Soldat an der Ostfront kämpfte und später desertierte, verarbeitete seine traumatischen Kriegserlebnisse und die Verfolgung seines marxistischen Vaters durch das NS-Regime in einer psychologisch tiefen, unbarmherzigen Prosa. Seine Texte stellen immer wieder die fundamentalen Fragen nach Befehl und Gehorsam, individueller Verantwortung und dem moralischen Gewissen des Einzelnen im Getriebe einer mörderischen Maschinerie.
Wir beleuchten in dieser Episode seine wichtigsten literarischen Stationen – von frühen Erzählungen wie „Späte Erkenntnis“ über das bitter-ironische Kriegsbuch „Der Hund des Generals“ bis hin zu seinem weltberühmten Dokumentarstück „In der Sache J. Robert Oppenheimer“. Letzteres seziert die Zerrissenheit des modernen Wissenschaftlers und die bedrohlichen Loyalitätsansprüche des Staates bis ins Privatleben hinein auf eine Weise, die den neueren Hollywood-Film politisch weit in den Schatten stellt. Zudem blicken wir auf Kipphardts späteren, fragmentarischen Montagestil in „Der Deserteur“, mit dem er geschickte SS-Karrieristen der Nachkriegszeit entlarvte und gleichzeitig die tragischen Verstrickungen der politischen Linken im Stalinismus mutig hinterfragte. Eine intensive Folge über die „penetrante Sachlichkeit des Grauens“, die Pflicht zur gesellschaftlichen Selbstreflexion und ein literarisches Erbe, das heute aktueller ist denn je.
Sep 4, 2026
27 min

Aug 28, 2026
Aug 28, 2026
26 min
Die Geschichte des finnischen Winterkrieges von 1939 ist untrennbar mit einem Namen verbunden, der bis heute legendären Status genießt: Simo Häyhä. Unter den sowjetischen Soldaten ehrfürchtig als „Weißer Tod“ gefürchtet, gilt der bescheidene Mann mit einer unvorstellbaren Treffersicherheit als der tödlichste Scharfschütze der Militärgeschichte. Doch wer war der Mensch hinter diesem überlebensgroßen Mythos? In dieser Folge blicken wir tief in die verschneiten Wälder der Kollaa-Front. Wir beleuchten, wie ein einfacher finnischer Landwirt und leidenschaftlicher Jäger ganz ohne technische Hilfsmittel wie ein Zielfernrohr, aber mit genialen Tarnmethoden – wie gefrorenen Schneegruben und Schneeklumpen im Mund gegen den Atem-Dampf – die zahlenmäßig weit überlegene Rote Armee in Angst und Schrecken versetzte. Dabei werfen wir auch einen Blick auf die statistische Debatte rund um seine geschätzten 542 Abschüsse und wie ein verblüffender Patronenfund im Jahr 2000 diese Zahl untermauert.
Doch unsere Reise geht weit über die reinen Schlachtfeld-Statistiken hinaus. Wir sprechen über die sensationelle Entdeckung seiner persönlichen, handgeschriebenen „Kriegsgedächtnisse“ im Jahr 2018, die uns den Menschen Häyhä mit all seinem überlebensnotwendigen schwarzen Humor und seinen ganz alltäglichen Momenten an der Front zeigt. Zudem beleuchten wir die tiefe Tragik seines späteren Lebens: Nach einer schweren Gesichtsverletzung durch eine explodierende Kugel kurz vor Kriegsende war Häyhä zeitlebens gezeichnet. Im Frieden konnte sich der Mann, der sich im Krieg so meisterhaft zu tarnen wusste, nicht mehr verstecken – während er als Nationalheld gefeiert wurde, schlug ihm im politisch gespaltenen Nachkriegsfinnland auch bitterer Hass entgegen, der ihn in die Einsamkeit trieb. Abschließend schauen wir auf sein weltweites, popkulturelles Erbe, das von schwedischen Metal-Songs bis hin zu japanischen Mangas reicht, und fragen uns: Was können wir heute von der stoischen Bescheidenheit dieses Mannes lernen? Eine bewegende Folge über die Pflicht im Sturm der Geschichte und den unbezahlbaren Preis des Ruhms.
Aug 28, 2026
26 min

Aug 21, 2026
Folge 329: Das Kino im Nationalsozialismus
Aug 21, 2026
Aug 21, 2026
34 min
In dieser Folge tauchen wir tief in das Zeitalter des Kinos im „Dritten Reich“ ein und beleuchten, wie die Nationalsozialisten das damals boomende Massenmedium systematisch für ihre Zwecke einspannten. Entgegen der Vorstellung, dass damals nur plumpe, offensichtliche Hetzfilme liefen, zeigt ein genauerer Blick eine weitaus subtilere Strategie: Das Propagandaministerium unter Joseph Goebbels setzte auf ein kalkuliertes Zusammenspiel aus politischer Indoktrination und scheinbar harmloser, seichter Unterhaltung. Von den manipulativen „Kulturfilmen“ und der Wochenschau im Vorprogramm bis hin zu den großen antisemitischen Hetzwerken wie Jud Süß oder den kriegsverherrlichenden Fliegerfilmen – das Kinoprogramm war bis ins kleinste Detail durchorganisiert und gleichgeschaltet.
Besonders spannend wird es, wenn wir hinter die Kulissen der damaligen Filmindustrie blicken. Wir beleuchten die radikale Umstrukturierung des Filmsektors, die erzwungene „Arisierung“ und die tragischen Schicksale derjenigen, die Berufsverbote erlitten oder fliehen mussten. Im Zentrum steht dabei die faszinierende und zugleich widersprüchliche Geschichte des Star-Regisseurs Fritz Lang. Floh er wirklich in einer dramatischen Nacht-und-Nebel-Aktion nach einem Treffen mit Goebbels, oder bauten er und die Nachwelt hier an einer Legende, die den historischen Fakten nicht ganz standhält? Abschließend sprechen wir darüber, wie das filmische Erbe dieser dunklen Epoche nach 1945 durch die alliierten Siegermächte aufgearbeitet wurde und warum bestimmte „Vorbehaltsfilme“ bis heute nicht frei zugänglich sind. Eine packende Folge über die Macht der Bilder, die Dynamik einer Diktatur und den schmalen Grat zwischen Mythos und Wahrheit.
Aug 21, 2026
34 min

Aug 14, 2026
Aug 14, 2026
33 min
Diese Folge widmet sich der vielschichtigen Rolle von Kleidung und Textilpolitik im Dritten Reich. Weit über rein ästhetische Fragen hinaus wird Mode hier als wichtiges soziales Zeichensystem, Wirtschaftsfaktor und politisches Kontrollinstrument der NS-Diktatur analysiert. Die Episode beleuchtet, wie das Regime versuchte, die Werte der sogenannten „Volksgemeinschaft“, starre Geschlechterrollen sowie Mechanismen der Inklusion und Exklusion direkt über die Alltagskultur in die Tat umzusetzen – bis hin zur Zwangskennzeichnung durch den Judenstern.
Im Fokus steht das tiefe Geflecht aus propagandistischer Inszenierung und den harten Realitäten einer kriegsbedingten Mangelwirtschaft. Während das Regime ein ideologisches Wunschbild der deutschen Frau im Dirndl stilisierte oder mit strengen Uniformen Individualität systematisch auslöschen wollte, regierten im Alltag bald Rationierungen durch die Reichskleiderkarte und minderwertige textile Ersatzstoffe. Die Analyse deckt zudem die Heuchelei der NS-Elite auf, untersucht die Radikalität der Modeämter bei der „Arisierung“ der Textilwirtschaft sowie die grausame Ausbeutung von KZ-Häftlingen zu Testzwecken. So zeigt diese Episode eindrücklich, wie das totalitäre Wesen des Nationalsozialismus bis in die privatesten Bereiche des Alltags vordrang. Jetzt streamen.
Aug 14, 2026
33 min

Aug 7, 2026
Aug 7, 2026
34 min
Diese Folge des Stalingrads Podcast analysiert Luchino Viscontis Spielfilm „Die Verdammten“ (1969) und dessen Darstellung des gesellschaftlichen Verfalls im Nationalsozialismus. Am Beispiel einer wohlhabenden deutschen Industriellenfamilie zeigt das Drama die Verknüpfung von privatem Opportunismus und politischer Radikalisierung während des Aufstiegs der SS. Die Episode beleuchtet, wie historische Wendepunkte wie der Reichstagsbrand oder die „Nacht der langen Messer“ als Katalysatoren wirken, die das traditionelle Machtgefüge der Familie zugunsten skrupelloser, systemtreuer Akteure verschieben.
Im Fokus der Analyse stehen die Mechanismen der Anpassung, der schrittweise Verlust moralischer Maßstäbe sowie die psychologische Wirkung der NS-Ideologie. Die SS etabliert sich dabei im Film als kühl organisiertes Instrument der Kontrolle, das persönliche Ambitionen instrumentalisiert und Loyalität durch absolute Unterwerfung neu definiert. Der schleichende Einzug von Gewalt und Korruption in den familiären Alltag führt letztlich zum inneren und äußeren Zerfall der Familie. Diese Folge seziert diese Filmanalyse die Täterseite und das schrittweise Einverständnis der Eliten mit der Diktatur.
Aug 7, 2026
34 min

Jul 31, 2026
Jul 31, 2026
41 min
Diese Folge des Stalingrads Podcast beleuchtet die Geschichte von Frauen im Partisanenuntergrund des Zweiten Weltkriegs. Abseits regulärer militärischer Strukturen operierten diese Frauen in einem Umfeld permanenter Unsicherheit und ohne formalen Schutzstatus. Häufig von den Besatzungsmächten als unpolitisch unterschätzt, nutzten sie diese gesellschaftliche Unsichtbarkeit strategisch aus, um Kurierdienste zu leisten, Waffen zu schmuggeln, Informationen zu beschaffen und Sabotageaktionen durchzuführen. Im Falle einer Entdeckung drohte ihnen als „illegale“ Akteurinnen die sofortige Exekution.
Die Episode stellt verschiedene Biografien vor, die das Spektrum dieses Widerstands abbilden. Thematisiert wird die 18-jährige sowjetische Saboteurin Soya Kosmodemjanskaja, deren Unbeugsamkeit unter Folter sie posthum zur Ikone machte. Zudem blickt die Folge auf Zivia Lubetkin, die als Organisatorin den jüdischen Widerstand im Warschauer Ghetto koordinierte, sowie auf Nancy Wake, die als „weiße Maus“ für die französische Résistance Guerilla-Operationen leitete. Auch das Schicksal der 17-jährigen jugoslawischen Partisanin Lepa Radić und die Mission der ungarischen Fallschirmspringerin und Dichterin Hannah Szenes werden analysiert. Ergänzend zu den regulären Frontsoldatinnen, zeigt diese Folge die komplexen logistischen, moralischen und psychologischen Herausforderungen des zivilen Widerstands im besetzten Europa.
Jul 31, 2026
41 min



